Ayurveda: Gesundheit durch typgerechte Ernährung und Lebensweise
Ayurveda ist die Lehre vom Leben. Ihren Ursprung hat sie in den jahrtausendealten indischen Schriften, den Veden. Diese Werke wurden, wie es der spirituelle Meister Sri Chinmoy formuliert, von den Sehern, Heiligen und Weisen in fernster Vergangenheit in ihrer tiefen inneren Versenkung geschaut. Trotzdem haben sie bis heute nichts von ihrer Aktualität verloren, verkünden sie doch die ewigen Wahrheiten, die das gesamte Universum lenken und leiten.
Ernährung, Gesundheit im Ayurveda.
Laut den alten vedischen Schriften ist jeder Mensch, obwohl in seinem tiefsten Innern mit allem verbunden, ein einzigartiges Individuum mit ganz spezifischen Möglichkeiten und Bedürfnissen. Daher ist es nur folgerichtig, dass sich diese Einzigartigkeit auch in der ganz persönlichen Lebensweise widerspiegelt. Unter anderem in den Ernährungs- und Essgewohnheiten. Grob unterteilt man deshalb im Ayurveda drei verschiedene Arten von Menschen: Vata, Pitta und Kapha, die so genannten Doshas.
Ayurveda und die Doshas
Mit Vata, Pitta und Kapha bezeichnet man im Ayurveda, wie schon oben angedeutet, die drei Menschenarten, auch Konstitutionstypen oder Doshas genannt. Diese drei Doshas unterteilen das Leben in ihre Grundprinzipien. Vereinfacht gesagt sind dies leicht, feurig und schwer. Das erste Prinzip, Vata, charakterisiert in dieser Aufzählung die Leichtigkeit und Beweglichkeit. Kapha, das dritte Prinzip, ist das genaue Gegenteil: Beständigkeit, Schwere und Erdverbundenheit. Dazwischen liegt Pitta, welches die Impulse und das Lebensfeuer des Menschen darstellt. Für eine typgerechte Ernährung ist daher das Wissen um den eigenen Typus, im Sinne des Ayurveda, unabdingbar. Hierzu geben einschlägige Fachbücher Hinweise.
Der Ayurveda und das Prinzip des Gegenteils.
Will man nun seine eigene Gesundheit und Lebensweise stärken, verfolgt man im Ayurveda ein antagonistisches Prinzip, das Prinzip des Gegenteils. Das bedeutet zum Beispiel, dass die Flüchtigkeit des Vata-Typus mit erdiger, schwerer Nahrung ausgeglichen wird, wie Vollkorngetreide, Milchprodukte oder ähnlichem. Für Kapha gilt im Umkehrschluss die Aufnahme von leichten Lebensmitteln wie Salate und fettarme Produkte. Um wiederum das Feuer von Pitta zu zügeln, sind kühlende, bittere und herbe Speisen sinnvoll. Ähnliches gilt für die persönliche Lebensführung, genauso wie das Verhalten und die Reaktion auf die Einflüsse anderer Menschen und der Umwelt. Diese Auffassung der Einzigartigkeit allen Lebens macht die Lehre des Ayurveda so bedeutsam und kann jedem Menschen helfen, zu mehr Gesundheit, Zufriedenheit und Vervollkommnung zu finden.
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Kai Keller
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2007-10-07 12:59 PM