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Märchenhaftes Stockholm

Stockholm wird oft als Venedig des Nordens bezeichnet, denn es ist umgeben von glasklarem, bläulich schimmerndem Wasser. Schönheit - eine Komposition aus tiefen und hellen Farben, die glänzend unter der Himmelssonne leuchten, das ist Stockholm. Es scheint, als hätten die Götter bei der Erschaffung ihre wahre Freude gehabt. Wie ist es sonst zu erklären, dass sie geradezu verschwenderisch mit ihren Gaben umgegangen sind? Nachstehend einige Eindrücke und Impressionen zu der Stadt der tausend Inseln und Brücken.
    Die Schönheit und Sauberkeit Stockholms.
      "Schönheit ist verhüllte Kraft, Wonne ist enthüllte Schönheit." Dieser kurze Aphorismus des Dichters und Yogis Sri Chinmoy ist ein guter Einstieg, bei dem Versuch Stockholm zu beschreiben. Kraft und Wonne sind wahrlich zwei Eigenschaften, die einem beim Betrachten dieser Stadt in den Sinn kommen. Wie vielleicht keine andere Hauptstadt der Welt, ist Stockholm fast völlig in die Natur eingewoben. Problemlos kann man in wenigen Minuten im Grünen sein. Die atemberaubende Schönheit des schwedischen Umlandes liegt sozusagen vor der Haustür. Aber selbst in der belebten Innenstadt ist alles ganz anders, als man es von solch einer Großstadt, die immerhin 700.000 Einwohner hat (das nähere Umland eingerechnet fast zwei Millionen), erwarten würde. Ohne Umstände lässt sich mitten im Zentrum ein Bad nehmen, so kristallklar ist das Meerwasser. Und selbst Angler können hier bedenkenlos ihrer Leidenschaft frönen.
        Die Altstadt.
          Mitten im Herzen Stockholms befinden sich die Altstadtinseln Gamla Stan und Helgeandsholmen. Malerisch ist noch der passendste Ausdruck, möchte man diese beschreiben. Vor allem am späten Nachmittag wirft die Sonne solch ein unwirkliches Licht auf die schönen und verzierten, typisch skandinavischen Häuser und Bauten, dass alles wirkt als sei es einer fernen Märchenwelt entsprungen. Auch das Schloss, welches nach wie vor die Residenz des Königspaares ist, und das alte traditionsreiche Rathaus sind mehr als nur einen Besuch wert. Vor allem aber sind die kleinen Sträßchen und Gässchen zu empfehlen, die fast verzaubert links und rechts der einladenden Fußgängerzone ihrer Entdeckung und Erweckung harren.
            Die U-Bahn.
              Bei dem unterirdischen Verkehrsmittel Stockholms einfach nur von U-Bahn zu sprechen, käme fast einer Beleidigung gleich. Nahe liegender ist schon der Begriff einer Galerie, möchte man nicht lieber sofort das Wort Museum wählen. Unzählige Künstler haben aus fast jeder Haltestation ein Kunstwerk gemacht, welches die Fahrt mit diesem Verkehrsmittel zu einem wahren musischen Erlebnis werden lässt. Besonders imposant sind hierbei die so genannten Lichtkompositionen, die aus vielen verschieden farbigen Lampen bestehen. Auch die Zeittafeln, auf denen die Geschichte der Menschheit aufgelistet ist und die ganze Bahnsteigschächte ausfüllen, dürfen nicht unerwähnt bleiben.
                Der Aussichtsturm.
                  Käcknäs ist der Name von Stockholms höchster, künstlicher Erhebung oder auch Aussichtsturm genannt. Von hier aus hat man einen wirklich wunderbaren Ausblick auf Stadt und Umland. Dort oben wird dann auch schnell klar, weshalb Stockholm das Venedig des Nordens genannt wird. Das Meer und die Stadt scheinen tatsächlich eine Symbiose eingegangen zu sein, so vollkommen wirkt die Verschmelzung von Wasser und Land. Ist man gerade zur idealen Reisezeit in Stockholm, die sich von April bis Anfang Oktober erstreckt, könnte man das Glück haben von hier oben aus tausenden von Läufern zuzuschauen, die sich wie Ameisen durch die Stadt bewegen. Die Rede ist vom Stockholm-Marathon, der jedes Jahr im Juni ausgetragen wird, und, man hätte es sich mittlerweile denken können, zu den schönsten Marathons der Welt gehört.
                  page created by Kai Keller last modified 2007-09-25 03:36 PM

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