Die Auferstehung der sagenumwobenen Terrakotta-Krieger
Die Auferstehung der sagenumwobenen Terrakotta-Krieger.
Dies ist eine Geschichte, die die Zeit überdauert hat. Alles begann vor weit mehr als 2000 Jahren im fernen China. Dort ließ sich der große und mächtige Herrscher Kaiser Qin Shi Huang eine gewaltige Armee von Tonkriegern herstellen. Ähnlich den alten ägyptischen Pharaonen mit ihren Pyramiden, sollten diese Terrakotta-Krieger ihn nach seinem Tod bewachen, beschützen und für ihn kämpfen, wenn es die Notwendigkeit verlangen sollte.Kaiser Qui Shi Huang.
Kaiser Qui Shi Huang hat für China jene Bedeutung wie Napoleon für Frankreich oder Abraham Lincoln für die Vereinigten Staaten von Amerika. Umstritten einerseits war er im Gegenzug auch der Begründer eines modernen Chinas, indem er zum Beispiel die Währung und Sprache vereinheitlichte und das riesige Reich militärisch und politisch zusammenhielt. Wie es daher in damaliger Zeit einem großen Herrscher gebührte, ließ sich Kaiser Qui Shi Huang mehrere Denkmäler bauen, welche seinen Tod überdauern sollten. Das bedeutendste davon war sein Grabmal mit einer gewaltigen Terrakotta-Armee, die ihn nach seinem Ableben in der jenseitigen Welt beschützen sollte.Die Wiederentdeckung des Grabmals.
Im Frühjahr 1974 entdeckten ein paar Bauern in der chinesischen Provinz Xian einige Tonscherben und Fragmente, die teilweise wie Köpfe, Arme und Beine aussahen. Aber erst ein Experte, der gerade zufällig die Gegend bereiste, wurde der möglichen Bedeutung dieses Fundes gewahr. So kam es, dass ein großes Forscherteam mit Genehmigung der Regierung Ausgrabungen unternahm. Was es nach und nach dabei entdeckte, sprengte alle Erwartungen. Denn schon sehr bald wurde klar, dass es sich bei dieser Entdeckung um nichts anderes wie die sagenumwobenen Terrakotta-Krieger des ersten Kaisers von China handelte. Jene Krieger, die im Lauf der Geschichte verschollen waren und von denen nur noch ein Mythos existierte.Die Ausgrabungen.
Bald waren mehrere Tausend tonerne Krieger auf einem riesigen unterirdischen Areal gefunden worden. Zu einem großen Teil waren sie zerbrochen oder auf eine andere Weise beschädigt. Jedoch in jahrelanger Arbeit wurden sie Stück für Stück wieder zusammen gesetzt. Generell waren alle diese Krieger, und das ist eine der großen Besonderheiten dieses gewaltigen Fundes, Unikate mit vollkommen unterschiedlichen Gesichtszügen. Zudem waren sie in Lebensgröße angefertigt worden. Bis heute ist diese Arbeit nicht abgeschlossen und es wird ein noch viel größeres unterirdisches Gelände mit Grabbeilagen vermutet."Die Wiederentdeckung alter Kulturen und deren Bräuche hat etwa überaus Faszinierendes an sich", bemerkte der spirituelle Lehrer Sri Chinmoy einmal. So ist der Fund der Terrakotta-Krieger auch gleichzeitig eine Reise in die menschliche Vergangenheit. Und man kann ohne die geringste Übertreibung sagen, dass die Tonsoldaten von Xian ein wirkliches Weltwunder sind - das achte Weltwunder dieser Erde.
(siehe auch vom gleichen Autor: Internet-Blog zu spirituellen Themen)

