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Members Kai Keller Reisebeschreibungen Rishikesh und Hardwar: Bedeutende Pilgerstädte Indiens
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Rishikesh und Hardwar: Bedeutende Pilgerstädte Indiens

Hardwar und Rishikesh sind nur zwei Perlen aus einem unendlich scheinenden Schatz bedeutender und heiliger Städte Indiens. Jedoch gehören diese beiden Orte ohne Zweifel zu den bekanntesten und meist besuchten Wallfahrtsstätten des mächtigen Subkontinentes. Sie umgibt eine gewisse Mystik und ein Zauber, dem sich niemand für längere Zeit entziehen kann. Daher sind sie fester Bestandteil der Pilgerfahrten eines jeden Hinduisten sowie auch der zahlreichen Exkursionen ausländischer Touristen.
    Hardwar.
      Die heilige Stadt Hardwar gehört zu den vier meist verehrten Stätten am Ganges. Von den Anhängern des Gottes Vishnu wird sie daher Haridwar genannt, was soviel wie "Tor zu Vishnu" bedeutet. Eine ähnliche große Bedeutung hat diese Pilgerstätte auch für jene, die den machtvollen Gott Shiva anbeten. Diese gaben der Stadt daher den Namen Haradwara, was "Tor zu Shiva" heißt. Auch Brahma, der Schöpferaspekt und Teil der hinduistischen Dreifaltigkeit, ist mythologisch tief mit diesem bedeutenden Wallfahrtsort verbunden. Aus diesem Grunde überrascht es nicht, dass Hardwar von zahlreichen berühmten Tempelanlagen nur so übersät ist. Zum Beispiel liegen an der bekanntesten Stelle des Ganges, am "Har-Ki-Pairi-Ghat", zwei der bedeutendsten Tempelgebäude des Hinduismus, die dem Gott Vishnu beziehungsweise seiner kosmischen Begleiterin, der Göttin Lakshmi, gewidmet sind. An dieser Stelle, so sagt es die hinduistische Mythologie, soll göttlicher Nektar, Amrita, vom Himmel auf den Ganges herab getropft sein.
        Rishikesh.
          Rishikesh bedeutet übersetzt "Wohnort der Seher" und ist seit uralten Zeiten Heimatstätte von Heiligen, Weisen und Einsiedlern. Hier befindet sich auch der eigentliche Ausgangspunkt der Pilgerfahrten zu den Heiligtümern im Himalaya-Gebirge. Zudem haben sich in Rishikesh über die Jahrhunderte und Jahrtausende hinweg viele Ashrams oder Klöster angesiedelt, die auf alle Pilger eine starke Anziehungskraft ausüben. Viele mythologische Geschichten ranken sich um diese bekannte und sehr alte Stadt, die von vielen kleinen Sträßchen durchzogen ist. Um den lebendigen Marktplatz herum haben sich außerdem viele Herbergen und Tempelanlagen gebildet, die dem Ort einen sehr interessanten, fast schon mediterranen Anstrich geben. An den zahlreichen Hafenanlagen, den so genannten Ghats, begegnet man täglich sehr vielen Pilgern, die dort ihr rituelles Bad im Ganges nehmen. Darüber hinaus ist es hier, unweit des machtvollen Himalaya-Gebirges, noch möglich das sehr klare Flusswasser in vollen Zügen zu genießen, welches zur spirituellen Reinigung beitragen soll.
            "Wasser symbolisiert Bewusstsein und inneres Erwachen", sagt der Meditationslehrer Sri Chinmoy. Daher muss es nicht verwundern. dass alle heiligen und bedeutenden Orte Indiens sich an den großen Flüssen dieses gewaltigen Subkontinentes angesiedelt haben, wovon der Ganges der bedeutendste ist. Entspringt er der hinduistischen Legende nach doch direkt dem Haarschopf des großen Gottes Shiva, der die Symbolfigur der Befreiung aus der Knechtschaft alles Irdischen ist.
            page created by Kai Keller last modified 2007-09-30 04:09 PM

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