Tipps für die Meditationspraxis
Die Übungen können – gemäss Empfinden – morgens nach dem Aufstehen, während des Tages, abends oder vor dem zu-Bett-gehen praktiziert werden.
Regelmässigkeit
Von grösster Wichtigkeit ist die regelmässige Übung. Wenn sie eine tiefe Wirkung mit den Übungen dieser CD erzielen wollen, sollten die Meditationen für mindestens vier bis fünf Wochen täglich geübt werden.
Die Übungen beginnen nach zwei bis drei Wochen regelmässiger Praxis auf einer tieferen Ebene zu wirken. Wenn sie das Bewusstsein der eigentlichen Meditation (Stille im Verstand, Empfinden von Weite, Leichtigkeit, Zeitlosigkeit, Liebe und Glückseligkeit) erreichen, können die Übungen praktisch ad infinitum ausgeübt werden – der Zustand der eigentlichen Meditation beginnt sich mehr und mehr zu manifestieren und ersetzt die formhafte Übung.
Alle Übungen auf dieser CD gehen auf die spirituellen Lehren Sri Chinmoys – eines authentischen Meisters der Meditation - zurück. Üben sie regelmässig und sie werden Fortschritt machen. Es könnte der Beginn einer wundervollen inneren Reise für sie sein.
Zeitpunkt
Da die verschiedenen Übungen unterschiedliche Wirkungen entfalten, ist es empfehlenswert die Atemübung bzw. die Konzentrationsübung am Morgen (da diese Übungen energetisieren), die Blumenübung bzw. die Kerzenübung hingegen am Abend zu üben. Alle Übungen können natürlich tagsüber geübt werden.
Pünktlichkeit
Da wir Menschen über ein inneres Zeitempfinden - eine Art innere Uhr - verfügen, ist es anzuraten, die Übungen immer zur gleichen Zeit (z.B. immer 6.00 Uhr morgens oder immer vor dem zu-Bett-gehen) auszuüben.
Indem sie immer den gleichen Zeitpunkt für ihre Meditationen nutzen, schaffen sie sich einen „Kraftpunkt“ in der Zeit, so wie der regelmässige Gebrauch ein und desselben Ortes für die Meditation einen „Kraftort“ kreiert. Sie verstärken diese spirituellen Kraftfelder in Raum und Zeit, indem sie regelmässig und pünktlich am selben, speziell gewidmeten Meditationsort üben.
Ort der Meditation
Ihr eigener Meditationsort sollte für keine anderen Aktivitäten ausser der Meditation genutzt werden. So schaffen sie eine spirituelle Atmosphäre an ihrem Meditationsplatz.
Andere atmosphärische Unterstützung erfahren sie aus der Reinheit ihres Meditationsortes, dem Gebrauch von Kerzen, frischen Blumen, Räucherstäbchen, Bildern oder Statuen spiritueller Meister. Auch der Gebrauch von spirituell anregenden Farben wie weiss, hellblau, tiefblau, gold, gelb oder violett kann ihren Meditationsplatz aufwerten.
Meditationskleidung
Wann immer sie meditieren, ist der Gebrauch von eigener Meditationskleidung hilfreich – wenn möglich helle (weisse) und bequeme Baumwollwäsche. Wenn sie ihre Alltagskleidung, mit der sie den Tag verbracht haben oder ihren Pyjama zur Meditation anhaben, ist dies ihren Bemühungen entgegengesetzt, da dies die Alltagsenergien oder die Schwingung des Schlafes in ihre Meditation hineinträgt. Indem sie frische und reine weisse Meditationskleidung anziehen, profitieren sie sofort von dem leichten Gefühl der Frische und können den Alltag leichter hinter sich lassen.
Duschen vor der Meditation
Das Duschen vor der Meditation oder zumindest das Erfrischen von Gesicht, Händen und Füssen mit kaltem Wasser hilft beim Erlangen grösserer Klarheit und eines erhöhten Gewahrseins. Aus einem spirituellen Blickwinkel gesehen symbolisiert Wasser Bewusstsein.
Darüber hinaus empfiehlt es sich, ca. zwei Stunden vor der Meditation nichts mehr zu essen. Mit vollem Bauch meditiert es sich nicht gut. Morgens nach dem Aufstehen können sie aber ein Glas Wasser, Milch oder Orangensaft zu sich nehmen, um ihren Metabolismus in Gang zu bringen. Essen sie ein volles Frühstück aber erst nach ihrer Meditation.
Richtige Sitzhaltung in der Meditation
Setzen sie sich in aufrechter Haltung, mit geradem Rücken, auf einen Stuhl oder auf einen Polster am Boden, im Schneidersitz oder sogar im Lotussitz. Praktizieren sie nicht im Liegen – obwohl es bequemer sein mag zu liegen, führt diese Haltung jedoch meist zum Eindösen, nicht aber zum Erreichen höherer Bewusstseinszustände.
Schliessen sie ihre Augen und singen sie dreimal „AUM“ oder „SUPREME“ – die Mantren (Meditationsklänge), die sie am Anfang bzw. am Ende der Übungen hören werden. Das Singen dieser Mantren versetzt sie bereits in einen meditativen Bewusstseinszustand. Danach sitzen sie ruhig, aufrecht und entspannt und folgen sie den Instruktionen. Atmen sie tief und gleichmässig. Nach der Übung können Sie die Mantren wiederholen oder dreimal tief durchatmen. Indem sie auf diese Weise ihre Meditation beenden fällt es leichter, ins Alltagsbewusstsein zurückzukehren.
Spezielle Hinweise zu den Übungen
In diesen Übungen finden sie einige Begriffe und Konzepte vor, deren intuitives Verständis sich vertieft, je weiter sie mit ihrer Praxis vorankommen. Nehmen sie als Beispiel die Übung Nummer vier, Konzentration auf den Punkt. Indem sie mit dem Punkt atmen, stellen sie sich vor, wie ihr Atem in den Punkt eintritt und diesen wieder verlässt. Nach einiger Zeit mag es ihnen so vorkommen, als würde der Punkt von selbst atmen. Wenn dies geschieht ist das ein Zeichen, dass sie tief in die Übung eingetreten sind. Wenn es nicht geschieht, keine Sorge: in der physikalischen Welt atmet der Punkt ohnehin nicht.
In Teilen der Übungen treffen sie Begriffe wie das dritte Auge, das (spirituelle) Herz, die Zentrallinie des Körpers, die Seele, das Selbst an. Diese Begriffe beziehen sich auf innere Wirklichkeiten. Das dritte Auge, das Herzzentrum und das Scheitelzentrum sind Chakren – Bewusstseins- und Energiezentren in unserem Subtilkörper. In der Yoga Philosophie wird es als hilfreich angesehen, sich auf diese Zentren zu konzentrieren.
Die Zentrallinie (Übung eins) bezieht sich hingegen nicht auf einen bestimmten Energiekanal. Fühlen sie nur, wie ihr Atem durch die Mittellinie ihres Körpers strömt. Dies hat einen stimulierenden Effekt auf viele Energiekanäle und Meridiane.
Die Seele oder das Selbst wird in der Yoga Philosophie als das wirkliche Wesen, das wir sind, das wahre Ich, angesehen. Dazu kontrastieren die äussere Persona bzw. das Ego.
Mantren sind „Kraftwörter“ oder Klangvibrationen, die das Eintreten in meditative Bewusstseinszustände unterstützen. Für ein tiefgreifenderes Studium all dieser Begriffe und Konzepte beachten sie bitte die Buchempfehlung unten.
Viel Freude beim Üben, viel inneren Erfolg und Fortschritt wünscht ihnen
- Aditya Nowotny
Empfohlene Literatur:
“Meditation“ von Sri Chinmoy ISBN 3-895332-005-6
(The Golden Shore Verlagsgesellschaft •Austraße 74 •D-90429 Nürnberg Fax 0911 28 84 12 fordern Sie unverbindlich Informationmaterial an.)

