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Sri Chinmoys Kunst


Jharna Kala

„Sri Chinmoys Talent ist erstaunlich und etliche seiner Werke zu sehen ist eine sehr beruhigende Erfahrung.“
- Robert Skelton, London

„Dies sind erstaunliche erhebende Werke ... Eine eindringliche, glückselige Symphonie innerer Ruhe und Stille ... Es ist eine Pilgerreise gewesen, diese Kunstwerke zu sehen.“
- Dr. Salman Asif, London

„Was für ein Sprühen, welch eine Fülle, was für ein Abenteuer des Lichts, des Humors, der Gelassenheit, der Neugier, in einem Wort der Menschheit.“
- Marie-France Paulin, Dozentin im Louvre Museum, Paris


Viele Menschen, die eine Ausstellung von Sri Chinmoys Bildern betrachtet haben, schrieben Ähnliches in die ausliegenden Kommentarbücher. Mit seiner Kunst versucht Sri Chinmoy die Kraft und Schönheit der inneren Welt zum Ausdruck zu bringen und den Betrachtern seiner Kunst zugänglich zu machen.

Sri Chinmoy begann am 19. November 1974 zu malen. Er hielt sich damals gerade in einem Hotelzimmer in Ottawa, der Hauptstadt Kanadas, auf, als er sich von innen her inspiriert fühlte Papier und Zeichenstifte zu kaufen. Sein erstes Werk war eine einfache Rose. Aber von da an stürzte sich Sri Chinmoy in sein neu entdecktes Projekt und schuf eine große Zahl von Bildern. Mit schwungvollen Bewegungen setzt er Schwämme, Pinsel und sogar seine Finger ein, um eine Vielfalt von Farben aufs Papier zu bringen. Beim Malen tritt Sri Chinmoy in einen meditativen Bewusstseinszustand ein:

„Normalerweise versuche ich beim Malen in eine kontemplative Stimmung zu gelangen. Ich versuche, meinen Verstand so leer, ruhig und still wie möglich zu machen. Der äußere Verstand ist wie die Oberfläche des Meeres. An der Oberfläche ist das Meer voller Wellen und voller Unruhe. Aber wenn wir tief nach unten tauchen, dann ist dasselbe Meer voller Frieden, Ruhe und Stille, und dort finden wir die Quelle der Kreativität.“

Sri Chinmoys Jharna KalaSri Chinmoy nennt seine Gemälde Jharna-Kala, Bengalisch für „Quellen-Kunst“. Beim Malen erlebt er sich als Instrument: „Das ganze Bild kommt nicht auf einmal zu mir. Wenn ich zu malen beginne, sehe ich direkt vor mir einen Lichtstrahl und ich versuche diesem Lichtstrahl hingebungsvoll zu folgen. Aber in seltenen Momenten ist das Licht so kraftvoll, dass ich eine Vision von dem Bild erhalte, lange bevor ich das Papier tatsächlich berührt habe. Ich bringe sie nicht hervor. Sie kommt von innen her hervor. Im Licht ist die Farbe enthalten. Jedes Mal wenn ich den Lichtstrahl sehe, sehe ich die Farbe.”

Er malt schnell: „Wenn ich mit enormer Geschwindigkeit arbeite, erfahre ich einen grenzenlosen See der Wonne in mir selbst.“

Und er malt viel. Bis zum 3. Oktober 1975 hat Sri Chinmoy die ersten 100'000 Bilder vollendet und am 16. November 1975 malte er beachtliche 16'031 Acrylbilder innerhalb von 24 Stunden. Die Größe seiner Kunstwerke reicht von Miniaturen bis zu Wandgemälden. Über 200'000 Acrylbilder sind bis heute entstanden.

Sri Chinmoys Kunst hat unzähligen Menschen in Ausstellungen auf allen 5 Kontinenten Inspiration, innere Ruhe oder Freude geschenkt. In jüngster Zeit war eine Auswahl von Sri Chinmoys Werken unter anderem an der UNESCO und im Carrousel du Louvre in Paris, an der UNO in New York, im Nationalmuseum für Dekorative Kunst in Moskau, in der Osaka Friedenshalle in Japan, im australischen Parlamentsgebäude in Canberra und in der Stadthalle von Durban in Südafrika zu sehen.


Sri Chinmoys SeelenvögelSri Chinmoy hat bis zu seinem fünfundsiebzigsten Geburtstag auch nahezu 16 Millionen Vogelzeichnungen geschaffen. „Wenn Vögel im Himmel fliegen, erinnern sie uns an die Seele, die jeder von uns verkörpert. Meine Seele, ihre Seele, die Seele von jedem ist im Himmel entstanden. Wenn wir an diese Vögel denken, fühlen wir ein Sehnen zu unserer Quelle zurückzukehren,“ erklärt Sri Chinmoy, warum er den Vogel zu seinem Thema gemacht hat. Seinen ersten Seelen-Vogel malte er am 29. Dezember 1991 in Malta. Mit farbigen Kugelschreibern, Filzstiften und Buntstiften bringt er mit wenigen Strichen die Vogel-Skizzen aufs Papier. Jeder Vogel symbolisiert eine Seele und den Wunsch nach Freiheit. Wie in der Zen-Kunst entstehen Sri Chinmoys Zeichnungen oft in Sekunden-Schnelle und werden nie retouchiert. Manchmal malt er nur einen auf eine Seite oder ein Objekt. Zuweilen zeichnet er eine ganze Gruppe oder ein Mosaik von Tausenden von Vögeln. Wenn er mit seinem Namen unterschreibt, zeichnet er dazu oft noch einen Vogel. Stets ist Sri Chinmoy auf der Suche nach neuen Zeichentechniken, Papiersorten, -formen und -farben für seine Seelen-Vögel. So malte er auf einer China-Reise viele Seelen-Vögel im klassischen chinesischen Stil oder er verwendete handgeschöpfte Papiere, die an der Oberfläche verschiedene Arten von Blütenblättern zeigen.

Sri Chinmoys SeelenvogelzeichnungenIn der erstaunlichen Fülle seines eigenen kreativen Schaffens sieht er nur ein Beispiel für das unbegrenzte schöpferische Potenzial, das in uns allen liegt. Einige Menschen sind der Meinung, dass Qualität und Quantität nicht zusammengehen können. Aber Sri Chinmoy bittet zu unterscheiden. Er glaubt, dass wenn jemand zutiefst inspiriert ist, diese Person auf ihre innere Stimme hören sollte und seelenvoll zu Gott beten sollte, für die Qualität verantwortlich zu sein. Er selbst schreibt: „Ich bin für die Quantität verantwortlich. Mein innerer Lenker, mein äußerst mitleidsvoller höchster Herr, ist für die Qualität verantwortlich!“

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