Banshidhar's stories

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Er ist eine Bereicherung für mein Leben

Mein Name ist Sushuti Siffert und ich bin im  November 1989 Sri Chinmoys Schülerin geworden.sushuti-wien.jpg Gemeinsam mit meinem Mann Mananyu besuchte ich einige Monate zuvor einen Vortrag über Yoga. Das, was uns dort erzählt wurde, war uns nicht unbedingt neu und hinterließ deswegen auch keinen tiefen Eindruck. Aber was – im besonderen mich – sehr stark beeindruckte, war die Ausstrahlung des Vortragenden. Sein Name ist Satyaki Perlick, er gibt auch heute noch unermüdlich Vorträge und Kurse zu diesem Thema. Ich war fasziniert von der Sicherheit und Selbstverständlichkeit, mit der er Themen behandelte, noch dazu vor großem Publikum, die einerseits sehr viel Fingerspitzengefühl erforderten und andererseits auch viele Fragen aufwarfen. Diese Sicherheit faszinierte mich und sie war es auch, die mich das Foto abgeben ließ. Durch ein Foto, das Sri Chinmoy überreicht wird, stellt er einen Kontakt zu unserer Seele her und vermag auf Anhieb zu sagen, ob man für seinen Weg bestimmt ist oder nicht. Mein Mann und ich waren dafür bestimmt. Wir entschieden uns, den Weg Sri Chinmoys zu gehen, und ich muss sagen, dass ich diesen Weg mit dem Voranschreiten der Zeit immer mehr schätzen und lieben kann. Er ist eine Bereicherung für mein Leben. (oder soll ich sagen: er ist der Reichtum meines Lebens?)  Ein Leben ohne Spiritualität, ohne Meditation und ohne meinen verehrten Lehrer Sri Chinmoy kann und will ich mir nicht mehr vorstellen.

Mein Mann und ich sind beide begeisterte Hobbyfotografen. Meine größte Inspirationsquelle für Fotos finde ich in der Natur, vor allem in den Blumen, Bäumen, Landschaften. Wir lesen auch sehr gerne, vor allem natürlich die reichhaltigen und tiefgehenden Schriften Sri Chinmoys. Und da liebe ich vor allem seine Gedichtbände. Manche der Gedichte sind lustig, manche traurig, aber sie alle berühren die Höhe der Göttlichkeit und vermögen das Bewusstsein des Lesenden auf eine höhere Stufe zu heben. Sie geben meinem Verstand eine Hilfe um Negativ-Denken und eingefahrene Gedankenmuster zu erkennen und zu transformieren. Und wie heilsam empfand ich es und werde ich es immer empfinden, die geliebten Gedichte meines Lehrers mit Fotos von meiner geliebten Natur zu verbinden!

Im folgenden findet ihr eine Diashow, die wir  aus Sri Chinmoys Gedichten zum Thema "Vorstellungskraft' und Fotos von Manyu und mir zusammengestellt haben.

Source: Sri Chinmoy TV

Ein Fotobuch mit Gedichten von Sri Chinmoy

Und das ist die Vorderseite eines Fotobuchs mit Gedichten von Sri Chinmoy.
Auch in diesem Buch stammen die Fotos von meinem Mann Mananyu und mir.

 

Gedichte

 

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Stimme der Stille

Gehorsam kommt von Hören,
Auf - Dich - Hören.
Gehorsam ist nicht harsche Disziplin.
Es ist das immer wache Lauschen
Auf die Stimme aus dem Herzen.
Um zu hören, muss ich still sein.
Diese meine Herzensstimme
Ist so zart,
ein Wispern nur...
Deshalb muss ich lauschen,
Immerzu wie nach einer fernen Melodie.

Gebet

Des Morgens komme ich zu Dir,
den neuen Tag
aus Deinen Händen zu empfangen.
Lehre mich,
wie er zu gebrauchen sei.
Besser noch -
handle einfach in mir und durch mich.
Dass ich Dein Instrument sei,
bitte ich.
Auf diese Weise bin ich aller Sorge ledig,
was gut sei und was schlecht
an meinem Tun.


Des Abends
komme ich zu Dir,
zu Füßen Dir zu legen den gelebten Tag,
reich angefüllt mit dem,
was Du durch mich erfahren wolltest.


Open bud


Fruchtbare Ernte

Deine Botschaften sind wie Samen
Ins Erdreich meines Herzens
       gefallen.

Dort wachsen sie,
entfalten ihre Blüte,
       tragen Frucht.

Dort im Herzen will ich ernten.

Verheißung

Ich habe mich
am Flusse Deiner Gnade
in die Schlange der Wartenden
           eingereiht
und halte Ausschau
nach dem Segel Deines Bootes,
           das Glückseligkeit verheißt…

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An den Himmel

Als Vogel zu durchfliegen
   deine Bläue
wär´ mir nicht genug,
   da unabsehbar du dich dehnst…
Lass mich du selbst sein:
   mein Leib gespannt fortan
   als grenzenlose Himmelsweite!

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The Divine gardener

A withered rose
       I was.
Discovering my misery
You planted me
        into the sunlight-flooded
   divinely fragrant
Garden of Your Heart.

Difference

Human passion burns.

Divine Compassion turns.

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Vom Glück des Singens

 Musik ist in unserem spirituellen Leben von größter Bedeutung. Sie kommt gleich nach tiefer Meditation oder intensivem Gebet. Meditation ist wie ein direkter Weg oder eine Abkürzung zu unserem Ziel. Musik ist eine Straße, die vollkommen klar ist; sie mag zwar etwas länger sein, doch sie ist ziemlich frei  von Hindernissen.

Sri Chinmoy
aus dem Buch "Meditation"

gandharvaloka-orchestra.jpgSri Chinmoy hat der Welt einen unermesslichen Musikschatz hinterlassen, ein fast unüberschaubares Werk von mehr als 21.000 Liedern. Lieder, die vertonte Gebete und spirituelle Erfahrungen sind. Wenn ich diese Lieder singe, öffnet sich in meinem Herzen sofort ein Tor zur Welt der inneren Freude. Diese Freude ist von einer Qualität, die ich sonst nirgends so erfahre. Selbst Meditation schenkt mir eher Frieden oder Weite als diese Art von Entzücken. Darum singe ich so gern Sri Chinmoys Lieder, denn ich weiß, dass es auch sein Bewusstsein ist, welches in seinen Liedern wohnt. Ein Volkslied oder Popsong hätte niemals dieselbe Wirkung.

Auf diese Weise und auch weil unser Meister uns immerzu dazu ermuntert hat, habe ich schon Hunderte seiner Lieder gelernt. Viele sind leider schon ins Vergessen geraten, aber ebenso viele haben sich mir tief eingeprägt und wollen immer wieder ertönen. Ich erlebe oft, wie sich ein Lied von innen seinen Weg nach außen bahnt. Es singt in mir und dann will es einfach hinaus. Und wenn eines gesungen wurde, drängt schon das nächste nach. Die Lieder sind ein endloser Fluss, der kaum zu stoppen ist, wenn er mal zu fließen begonnen hat.

Ich kann nur sagen, dass es Sri Chinmoys Lieder sind, die mein spirituelles Leben am Leben erhalten, die mir Nahrung geben, die in der Wüste Blumen erblühen lassen, die mich mit der göttlichen Quelle verbinden.

Wenn wir seelenvolle Musik hören oder wenn wir selbst seelenvolle Musik spielen, klettert unsere innere Existenz unmittelbar hoch, höher, am höchsten. Sie klettert hinauf und dringt in das Jenseits ein, das ständig versucht, uns zu helfen, uns zu führen und uns in unser eigenes transzendentales Ebenbild, unsere wirkliche Göttlichkeit umzuformen. Wenn wir seelenvolle Musik hören oder ein seelenvolles Musikstück spielen, fühlen wir ein inneres freudiges Erbeben in unserem gesamten Dasein. Wir fühlen, dass uns von den Fußsohlen bis zum Scheitel unseres Kopfes ein Fluss lichtvollen Bewusstseins durchströmt.

Sri Chinmoy
aus „Quelle der Musik

meditation concert.jpgFür mich besteht allerdings ein Unterschied darin, ob ich selber singe oder jemandem zuhöre, der singt. In einem Buch fand ich mal den passenden Ausdruck dafür: der Unterschied ist so wie etwas selbst zu essen oder anderen beim Essen zuzuschauen. Nur habe auch feststellen können, dass viele Erwachsene in unserer Kultur den Zugang zum Singen verloren haben. Sicher gibt es begabte Menschen, die sich von Natur aus  musikalisch ausdrücken können. Doch Singen wird bei uns wenig gefördert, im Gegenteil, in der Schule wird das Schönsingen zur Leistung und vielen verleidet, so dass sich das Tor schließt, bevor es sich öffnen konnte. Und dann leben die meisten mit der Vorstellung, einfach nicht singen zu können.

Sri Chinmoy hat auf diese verbreitete Meinung zum Glück wenig Rücksicht genommen. Er hat uns ermuntert und es auch oft verlangt, dass wir seine Lieder singen. Warum? Weil er wusste, welch genialen Schlüssel seine Lieder sind. Schlüssel zur Herzenspforte. Ich habe über die Jahre hinweg erlebt, wie sich etliche seiner Schüler ohne große musikalische Begabung oder Schulung so entwickelt haben, dass sie vom eigenen Singen enorme Freude gewonnen oder sogar neue Fähigkeiten entwickelt haben. Meditation hat die Kraft, in uns neue Fähigkeiten, neues Leben zu schaffen. Wir sollten nur darauf vertrauen und zulassen, wenn es geschieht, müssen mentale Barrieren überwinden, an die unendliche Kraft unserer Seele glauben. All das kann uns das spirituelle Leben schenken.

With its best friend, a song
My heart shall walk along
Eternity´s love-road
Casting aside darkness-load.

Sri Chinmoy

Auch wenn der schöne Reim beim Übersetzen verloren geht, möchte ich dieses seelenvolle Gedicht von Sri Chinmoy, welches er auch vertont hat, ins Deutsche übertragen:

Mit seinem bestem Freund, dem Lied,
folgt mein Herz dem Liebe-Pfad der Ewigkeit
wirft ab die Last der Dunkelheit.


eternity.jpg

Gedanken zu Kunst und Spiritualität

Schon oft bin ich der Frage nachgegangen, was einen zum Künstler macht. Ist es das Talent zu malen, zu singen, zu tanzen oder Skulpturen zu formen? Ist es das abgeschlossene Studium, die Professionalität? Oder ist es der lockere Lebenswandel, der mit allen Normen bricht?

Meinem Wesen nach bin ich Künstlerin, da ich ein natürliches Bedürfnis habe, mich durch Musik, Bilder, Bewegung und schöpferische Ideen auszudrücken. Dennoch hatte ich oft eine gewisse Abneigung, mich als Künstlerin zu bezeichnen, weil es meinem Gefühl auch Stolz und Eitelkeit zum Vorschein kommen lässt. Warum?

Wenn man sich umschaut, ist dieses Merkmal manchen Künstlern eigen, meistens denen, die im Rampenlicht stehen. Sie fühlen sich als etwas Besonderes, da sie schöpferisch sind und oft mit tieferen Wirklichkeiten in Verbindung stehen. Ihr Gefühlsleben ist reich und überschwänglich, sie leben nicht in einer vom Verstand dominierten Schubladenwelt. Sie sind Individualisten, heben sich von der Masse ab. Aber genau diese Lebensweise kann zu einem gewissen Hochmut verleiten und die Eitelkeit fördern.

Wer sich mit Yoga beschäftigt, erkennt sehr schnell, dass es das menschliche Ego ist, welches nach Ruhm und Ehre hungert und sich einen Namen machen will. Bewundert zu werden vermittelt natürlich Befriedigung und ein gewisses Glücksgefühl. Aber für wie lange? Kann ein solches Leben wirklich erfüllt sein und bleibendes Glück mit sich bringen? Und was passiert, wenn die Anerkennung von außen schwindet, oder der eigene Körper nicht mehr mitmacht?

Ich glaube, dass wenige Menschen erkennen, dass Selbstdisziplin und künstlerisches Schaffen eng zusammen gehören. Doch gerade die Meisterschaft über sich selbst kann uns befähigen, der schöpferischen Welt gegenüber viel offener zu sein. Yoga und Meditation zeigen uns den Weg dahin.Wir müssen zu einem reinen Kanal werden. Je reiner wir werden, desto empfänglichere Instrumente werden wir. Wir werden reiner, je freier wir von uns selbst, von unserem kleinen menschlichen Selbst werden.

Wie es Sri Aurobindo ausdrückt, heißt rein zu sein, einzig für den göttlichen Einfluss empfänglich zu sein. Was ist das Göttliche? Das allumfassende schöpferische höchste Bewusstsein, das sich in millionenfachen Formen auszudrücken sucht.

Das spirituelle Leben führt uns dahin zu erkennen, dass wir als Mensch mehr als nur ein bloßes Geschöpf Gottes sind, wir sollen Partner Gottes werden. Das können wir aber nur dann, wenn wir in äußerster Bescheidenheit und Demut anerkennen, dass wir Instrumente einer höheren Macht sind. Woher kommen denn die schöpferischen Einfälle, wenn nicht von der uns umgebenden, uns durchdringenden geistigen Welt? Was haben wir denn schon dafür getan, dass wir sie empfangen können? Nicht Stolz sollte uns überwältigen, wenn wir etwas Schönes erschaffen, sondern Dankbarkeit für dieses Geschenk.

Viele Yogis und spirituelle Lehrer haben sich über Kunst geäußert. Sri Chinmoy beweist durch sein eigenes Beispiel am eindrucksvollsten, wie Kunst zu einem Mittel der göttlichen Offenbarung werden kann. Auf eine Weise, die mich als einfachen Menschen überwältigt und herausfordert. Welch grenzenlose Fülle an Musik, Bildern, Poesie und weisheitsvollen Schriften strömt da durch einen einzigen Menschen! Und welch hohen Anspruch stellt er an die Qualität! Nicht so sehr an die äußere Form, die haben ja schon Tausende anderer Künstler zur Vollendung gebracht. Nein, sein Anspruch liegt im Bewusstsein. Die eigene Schöpferkraft muss sich hoch, höher, am höchsten aufschwingen, wenn sie etwas Bedeutsames manifestieren will. Ich muss also tief meditieren, meinen Verstand still und durchlässig machen, in meinen Gefühlen rein sein. Auf diese Weise trete ich in Verbindung mit meiner göttlichen Natur. Erst dann kann ich den Menschen etwas Neues und Wahres anbieten.

Wie sehr wünschte ich, dass ich immer in diesem Fluss von Inspiration leben könnte, ohne auf Barrieren wie Lustlosigkeit, innere Leere, Mutlosigkeit oder Müdigkeit zu stoßen!

Ich kann mich gut erinnern, wie sehr mein Streben danach, einen künstlerischen Beruf zu erlernen, beeinträchtigt wurde durch das Auftauchen von eben diesen Hindernissen, durch die Abhängigkeit von meinen Stimmungen. Mein Wunsch konnte sich nicht darüber hinwegsetzen. Ich musste also an meiner inneren Verfassung arbeiten. Bevor ich etwas vom Yoga wusste, versuchte ich es mit psychologischen Methoden und mit autogenem Training, aber es war nur ein oberflächlicher Versuch, der mir keine innere Kraft verlieh, die ich aber so dringend brauchte.

Später fand ich die richtige spirituelle Literatur, die mir die Augen über die Natur des Menschen und den Sinn des Lebens öffnete. Kurze Zeit darauf kam ich in Kontakt mit Schülern von Sri Chinmoy und wurde bald darauf selbst eine. Es war mir klar geworden, dass ich nur durch den Yoga, durch die innere Arbeit an mir selbst und durch die Hilfe der Meditation zu dem werden konnte, was ich sein wollte. Zuallererst wollte ich glücklich sein, anhaltend und tief glücklich, denn die innere Freude ist die Kraft, die mich zu allem beflügelt. Ohne Freude kann es auch kein echtes künstlerisches Schaffen geben. Wer aus der Nacht menschlicher Verzweiflung und Depression heraus schafft, kann der Menschheit auch nur verdorbene Früchte anbieten. 

Durch die Meditation und das spirituelle Leben kann ich mehr und mehr erkennen, wie sehr es auf das Bewusstsein ankommt, in dem sich ein Künstler befindet, weniger auf die äußere Form, die er erschafft, auch wenn sie den Sinnen zunächst schmeichelt.

Wer erfahren möchte, welche Antworten Sri Chinmoy auf diese Fragen gibt, dem empfehle ich, sein Buch „Die Quelle der Musik“ (The Source of Music) zu studieren.

Gott manifestiert sich im Physischen durch Schönheit, hat es Sri Aurobindo einmal formuliert. Das heißt dann aber auch, dass jede Kunst, alle Schönheit mit dem Göttlichen in Verbindung stehen muss. Ist sie davon getrennt, kann sie nicht wirklich schön sein.

Yoga zeigt uns, welche verschiedenen Bewusstseinsebenen es gibt, von der höchsten bis zur niedrigsten. Dabei heißt niedrig nicht notwendigerweise schlecht, sondern am weitesten vom Göttlichen entfernt. Und daher ist das Licht dort nur im geringsten Ausmaß zu finden.

Ein spiritueller Künstler versucht, göttliches Licht zu manifestieren. Er muss daher erst mit dem Licht eins werden, muss sein Bewusstsein erheben und erleuchten. Und das ist Yoga – Vereinigung mit Gott.

Man kann Yoga sehr wohl als die höchste Kunst bezeichnen. Sind wir erst einmal auf der Leiter zum Licht empor geklettert, ist es leicht, Schönes und Fruchtbares herabzubringen. Wollen wir etwas Bleibendes schaffen, müssen wir zuerst vom Hauch des Ewigen berührt worden sein.

Die Yogis lehren uns, dass in den höheren Welten bereits alles existiert, was auf der materiellen Ebene manifestiert wird. Es ist alles schon da. Wir brauchen nur die Früchte vom Baum zu pflücken. Das können wir aber nur, wenn wir auch auf den Baum hinaufklettern. Wie? Durch spirituelles Streben, durch Gebet und Meditation.

Wenn wir dann aber wieder auf die Erde herabsteigen und die Früchte den anderen anbieten, wie können wir dann so eitel und stolz darauf sein, etwas Großartiges erschaffen zu haben? Wir sind ja lediglich die Überbringer gewesen. Der Schöpfer selber sitzt auf dem Wipfel des Baumes.

Natürlich kenne ich das alles von mir selbst, sonst könnte ich auch nicht darüber schreiben. Mein eigenes künstlerisches wie spirituelles Wachsen begann mit Verzagtheit und Selbstzweifeln und stärkte sich dann an der Anerkennung und Bewunderung durch andere. Jeder braucht Anerkennung und Ermutigung, um daraus Schwung für neue Taten zu schöpfen. Aber irgendwann muss der Stolz auf mich selbst der Dankbarkeit gegenüber dem Einen weichen, der mir Seine Gnade geschenkt hat. Und erst dann kann ich zu einem besseren und vollkommeneren Instrument werden. Erst dann wird die Inspiration in reichem Maße durch mich hindurchfließen, ohne dass ich darauf warten muss. Weil sie dann nämlich nicht mehr behindert wird von kleinlichen egoistischen Bestrebungen. Letztendlich sollte sich ja alles menschliche Tun, ob in der Kunst, der Wissenschaft oder der alltäglichen Routine dem einen großen Ziel unterordnen: sich so in den Göttlichen Willen einzufügen, dass eine harmonische Einsseins-Welt möglich wird.

Ich habe immer wieder das Bild eines großen Orchesters vor Augen: Spielt jeder nach eigener Lust und Laune, wird der Gesamtklang ein schauerliches Chaos sein. Fügt sich aber jeder den Weisungen des Dirigenten, wird die harmonischste Musik erklingen. Die Kunst besteht darin herauszufinden, welche Note ich zu spielen habe, damit ich im großen kosmischen Orchester Wohlklang erzeugen kann. Mit anderen Worten, wie ich mit Gottes Willen eins werden kann.

Das ist es auch, was alle großen spirituellen Meister lehren: die höchste Kunst, die höchste Errungenschaft ist die vollkommene Überantwortung meines ganzen Daseins an das Höchste Selbst. Die Freude, die ich dann werde kosten können, wird alles bisherige in den Schatten stellen. Ein reines Instrument in den Händen Gottes sein.

I tried to become good.
   God laughed at me.
I tried to become great.
   God laughed at me.
I tried to become perfect.
   God laughed at me.
Finally I said to God:
“My Lord, I shall become
what You want me to become.”
My Lord smiled at me and said:
“My child, now you are truly mine
and I am all yours."

Sri Chinmoy

All das sind Fragen, die sich mir auf dem spirituellen Weg stellen und die Suche nach einer Antwort führt mich mehr und mehr zur Wahrheit, zu meinem wirklichen Selbst. Und auf einmal weiß ich, dass es nicht wichtig ist, ob ich Künstlerin bin oder Angestellte… Ich bin eine Reisende auf einem Weg, der endlos ist, weil er in die Ewigkeit führt, ich bin eine Suchende, weil an jeder Wegbiegung wieder in Frage gestellt wird, was ich bereits entdeckt habe. Und so geht es weiter und weiter. Mag dieser Weg auch endlos sein, langweilig ist er nie.

Künstlerisches Tun wird zu einem Mittel, das auszudrücken, was ich auf diesem Weg erfahre und wie ich meine Entdeckungen mit anderen teilen kann - die Freude, die Reinheit, die Schönheit, die Liebe…

Was anderes tut denn mein verehrter Meister Sri Chinmoy, als Tag für Tag dem inneren Erleben ein äußeres Kleid zu verleihen, spirituelle Wahrheit so anzubieten, dass sie für jeden Menschen fassbar wird? Der eine spricht auf Musik an, der andere auf Dichtung, der nächste auf Form und Farbe. Wie keinem anderem zuvor gelingt es ihm, die Unermesslichkeit göttlicher Schöpferkraft in irdische Formen zu gießen. Ist nicht allein das schon genug, sich in größter Hochachtung vor ihm zu verbeugen? Tut er es um des Ruhmes willen? Ganz sicher nicht. Ein echter Yogi lebt jenseits dieses menschlichen Bedürfnisses. Warum dann? Vielleicht aus Liebe zur Menschheit, aus tiefstem Mitgefühl für unseren Hunger nach Schönheit, Ewigkeit und Glück?

Sri Chinmoy ist ein spiritueller Meister, er hat die spirituellen Reichtümer entdeckt und will sie mit uns teilen. Weil wir sie erst noch entdecken müssen und er uns einen Weg dahin zeigen kann. Uns gewöhnlichen Menschen ist wahre Selbstlosigkeit noch fremd, darum sind wir geneigt ihn misszuverstehen, wenn er aus der traditionellen Abgeschiedenheit einer Höhle im Himalaya heraustritt an die Öffentlichkeit, um die Menschheit in ihrer Länge und Breite anzusprechen. Sein Yogaweg sprengt alle herkömmlichen Traditionen und geht in neue Dimensionen:

Einer neuen geeinten Welt des Miteinanders entgegen.

Bhagavantee A. Paul

  Mein Name ist Bhagavantee Annett Paul. Soweit ich mich zurückerinnern kann, hat mich Musik schon mein ganzes Leben lang begleitet. Da meine Mutter Musiklehrerin war, habe ich sicher schon vor meiner Geburt intensiv ihren Geräuschen, Klängen und Liedern lauschen dürfen. In ein paar Momentaufnahmen meiner Erinnerung sehe ich mich als Kind abends heimlich an der Wohnzimmertür stehen und rauschenden Sinfonien lauschen.

Wir hatten ein Klavier und wenn meine Mutter manchmal spielte, saß ich unten drunter und kroch förmlich in die Klänge hinein. So kam ich halt auch dazu, Klavier zu lernen, obwohl ich die 10 Jahre Musikschule wohl kaum durchgehalten hätte, wenn meine Eltern nicht einen gewissen Druck ausgeübt hätten. In der siebten Klasse fand ich endlich Gefallen dran, da aus dem Üben endlich ein Musizieren wurde. Heute bin ich sehr dankbar dafür, dass ich das Klavier doch nicht zum Fenster rausgeworfen habe.

Gesungen haben wir auch oft miteinander, meist bei langen Autofahrten. Und das Singen hat mich immer sehr fröhlich gestimmt. So entging ich Gott sei Dank der entmutigenden Erfahrung, die Kinder oft in der Schule machen: dass ihnen das Singen verleidet wird, weil sie es eben nicht gut genug können. Heute ist es mir ein besonderes Anliegen, die Freude am Musizieren zu fördern, insbesondere bei Kindern, die es von Natur aus noch sehr gern und ungezwungen tun. 


gandharvaloka-linz-1.jpg gandharvaloka-linz.jpgWie das bei Kindern so ist, hatte ich immer wieder neue Berufswünsche. Zuerst wollte ich Ärztin werden, wirklich lange Zeit. Dann unbedingt Förster, weil ich den Wald so liebte.  Als ich hörte, dass das eher harte Männerarbeit wäre, ließ ich davon ab. Dann kam Saatzüchterin an die Reihe, weil wir einen Garten hatten und Pflanzen mich sehr faszinierten. Irgendwann merkte ich, dass dieser Beruf doch nicht ganz meinem Ideal entsprach und ich wandte mich eher meinen künstlerischen Neigungen zu. Nein, Musik wollte ich wirklich nicht studieren, mich schreckte das viele Üben ab. Mir reichte es, wenn ich ein bisschen zu meiner Freude spielte. Es zog mich eher in die Kunst- und Designerwelt, zum Töpfern, Nähen, Basteln, Gestalten, Malen. In unserer Stadt gab es die Hochschule für Kunst und Industrielle Formgestaltung, die so genannte „Burg“. (Burg Giebichenstein) Und diese zog mich magisch an. Nur leider gab es eine berüchtigte Eignungsprüfung zu bestehen, der ich mich auch zu unterziehen hatte. Dafür hieß es zeichnen und malen zu üben. Hmm, war auch nicht so meins. Irgendwie hatte ich es nicht so mit ausdauerndem Training und noch weniger hatte ich den Ehrgeiz, mein hochgestecktes Ziel wirklich zu erreichen. Es war ja so schwierig und ich musste so gut sein, um angenommen zu werden. Und dann war das auch die Zeit, wo ich mich nach dem Sinn des Lebens überhaupt fragte und sehr oft keinen sah. Das raubte mir zusätzlich den Mut und den Optimismus.

Also, nach ein paar Jahren gab ich den Gedanken auf, Kunst studieren zu wollen. Übrigens war das die Zeit der großen Umbrüche in Deutschland und Europa, die Wende 1989. Da wusste eigentlich keiner, was passieren würde. Als die Grenzen dann offen waren, ergoss sich nicht nur ein großer Strom Menschen gen Westen, es kamen auch viele neue Ideen zu uns in den Osten herüber. Es war nämlich in der Tat so, dass wir im Osten von vielem abgeschnitten waren, nicht nur was die materiellen Dinge betraf, sondern vor allem das geistige Gut. 

Die Zeit der Wende bedeutete auch eine Wende für mein persönliches Leben. Da ich noch immer nicht wusste, welchen Beruf ich wirklich wählen sollte, es mich aber immer zu Kunst und Musik hinzog, hat dann wohl das Schicksal nachgeholfen. Durch meine Mutter lernte ich die Waldorfpädagogik kennen, die meiner Lebenshoffnung tatsächlich Flügel verlieh. Tief in mir drinnen war nämlich immer der Wunsch, durch eine vollkommene Erziehung/Bildung neue Menschen heranwachsen zu lassen. Und da fängt man natürlich am besten bei den Kindern an. (Heute ist mir klar, dass die Kinder auch nur so gut werden können wie ihre Vorbilder, die Erwachsenen. - Kennt ihr den Witz „Wie sollen wir denn unsere Kinder erziehen, wenn sie uns eh alles nachmachen? -  Darum habe ich begonnen, erst einmal mich selber zu erziehen.)
Um wieder zur Berufswahl zurück zu kommen: die Waldorfpädagogik erschien mir mit ihrer künstlerischen Praxis der perfekte Beruf zu sein, daher wollte ich Waldorfkindergärtnerin werden, was dann letztlich doch nichts wurde, weil ich Eurythmie zu studieren begann, eine Art Tanzkunst, wo Sprache, Musik, Dichtung, Malerei, Farblehre, Pädagogik, Therapie zu einem faszinierenden Ganzen zusammen geführt werden. Perfekt für mich, all meine Neigungen unterzubringen. (Aha, doch Kunststudium...)

Ich zog von Halle nach Nürnberg, vom Osten in den (Süd)Westen. Und fühlte mich, als wenn ich durch ein magisches Tor in eine andere Dimension gelangt wäre. Es wurde der Beginn meiner spirituellen Reise.

In Nürnberg lernte ich sehr bald das Sri-Chinmoy-Center kennen und wusste ziemlich schnell mit absoluter Sicherheit, dass ich dorthin gehörte. Im Oktober 1990 wurde ich Schülerin von Sri Chinmoy. Nach über 20 Jahren bin ich es noch immer. Meine Liebe zur Musik und Kunst habe ich gerade durch den immensen Einfluss Sri Chinmoys auf ganz neue, eben spirituelle Weise, ausleben können, auch wenn ich mir das alles ganz anders vorgestellt habe. Wie es halt so ist im Leben: der Mensch denkt, Gott lenkt.

gandharva loka linz.jpgDiese Fotos hier zeigen den Ort, wo ich lange gearbeitet habe: ein Geschäft voller Musikinstrumente, die sich durch eine Besonderheit auszeichnen: sie kommen aus allen Kulturkreisen der Welt, sind im Aussehen und Klang meist ungewöhnlich und in einem Laden selten in dieser Vielfalt zu sehen. Er ist sogar in gewisser Weise ein Museum für musikalische Kultur. Die Welt der Klänge übt eine starke Anziehung und Wirkung auf mich aus und gerade die Beschäftigung mit anderen Kulturen hat meinen Horizont mächtig erweitert. Daher möchte ich gern mehr über diesen besonderen Ort schreiben: das Klanghaus "Gandharva Loka".
Den Namen „Gandharva Loka“ erhielt das Musikgeschäft von Sri Chinmoy. Überhaupt ist es auf seine Anregung hin entstanden, da er einige seiner Schüler inspiriert hat, eigene Firmen zu gründen. Das erste Klanghaus wurde 1989 in Zürich eröffnet, später folgten die Filialen in Salzburg, Wien, Nürnberg, Graz. Wer mehr darüber wissen will, sollte auf diese website schauen: www.gandharvaloka.com

Gandharva Loka kommt aus dem Sanskrit und bedeutet: Das Reich der Himmlischen Musiker. Sri Chinmoy sprach öfter von den Gandharvas, die Wesen von einer sehr hohen Bewusstseinsebene seien und begnadete Musiker und Sänger inspirieren würden. (In den berühmten indischen Schriften Ramayana und Mahabharata werden sie häufig erwähnt.) Ich bin sicher, dass sie hier auf der Erde durch uns einen Platz gefunden haben, sich zu verkörpern und die Musikwelt zu bereichern. Auch wenn die spirituelle Dimension solcher Geschäfte nicht immer erkannt bzw. geschätzt wird. Allerdings habe ich schon oft erleben dürfen, wie Menschen, die in den Laden kommen, von etwas berührt werden, was sie selber gar nicht benennen könnten. Sie gehen verwandelt hinaus. Für mich ist klar, dass es die Berührung der himmlischen Musiker ist.

gandharvaloka-linz-3.jpgSri Chinmoy legte immer großen Wert auf Musik, war er doch selbst unermüdlicher Komponist einer unendlichen Fülle spiritueller Lieder und auch aktiver Musiker. Für ihn war Musik ein Medium für subtile innere Erfahrungen, die Virtuosität stand nicht im Vordergrund. Und ich möchte dazu sagen, dass sich mein Musikverständnis sowohl durch seine Art zu musizieren als auch die Instrumente, mit denen ich zu tun hatte, sehr verändert hat. Ich habe die Schönheit, die einem einzigen Ton oder Klang innewohnt, entdecken dürfen, ich habe auch gelernt, hinter die Musik zu hören, das Bewusstsein darin zu erspüren. Dadurch tritt der Anspruch auf perfektes Instrumentenspiel in den Hintergrund und die spontane, kindliche Freude an Klängen kommt zurück. Das ist es auch, was ich unserer Kultur wünsche: dass Musizieren wieder für jeden Menschen zugänglich ist und nicht nur von wenigen ausgebildeten Virtuosen vorgetragen werden kann oder darf. In Naturvölkern war Musik ja immer ein Teil des sozialen Lebens, in das alle eingebunden waren. Tanz, Gesang, Arbeit, Feste, Rituale, Heilung waren ein zusammengehöriges Ganzes. Ob wir wieder dahin kommen?

trommeln.jpgWenn ich so zurückschaue, finde ich sehr viele meiner damaligen beruflichen Bestrebungen in dem, was ich heute tue, wieder. Nichts geht wirklich verloren, Talente können auf immer wieder neue Weise eingesetzt werden. Und vor allem für einen höheren Zweck. Sri Chinmoy betont immerzu den Aspekt von „selfgiving“ – sich selbst zu geben, zu schenken. Das sei die beste Weise, um glücklich zu sein und bleibende Zufriedenheit zu gewinnen. Sich Gott zu schenken.
Für mich bedeutet das, sich der höheren Führung anzuvertrauen, die immer weiß, was gut für einen ist. Aufzuhören, nur nach der Erfüllung eigener selbstsüchtiger Wünsche zu streben. Sich zu einem Instrument, Sprachrohr Gottes zu machen. Frei zu werden von Enge, Begrenzung, Egoismus.
Was nichts anderes bedeutet als lebenslanges Lernen und Wachsen. Das ist der spirituelle Lebens- und Reifungsprozess, der nie aufhört. Oder doch? Vielleicht dann, wenn man am Tor der Vollendung angekommen ist, wenn man eintaucht in die große göttliche Umarmung des Eins-mit-Allem-Seins.
 

Mittlerweile bin ich durch meinen starken Wunsch, Musik zu unterrichten und in direkter Weise an Menschen zu vermitteln, in die Musikstadt Salzburg gezogen. Hier unterrichte ich nebenberuflich Klavier, indisches Harmonium und Rhythmusinstrumente. Eine Ausbildung zur Kinderyogalehrerin eröffnet mir nun auch noch andere Wege, mit Kindern zu arbeiten. Auch hier kann ich Musik und Klang kreativ einsetzen. Mehr darüber auch auf meiner website www.yoga-und-musik.at.

 

Durch die Meditation habe ich gelernt...

Ich bin Bikash Frost, seit 1982 Schüler von Sri Chinmoy. Mit der HerzLicht-Methode coache ich Unternehmen Achtsamkeit und Meditation in das tägliche operative Geschäft zu integieren. Es entsteht eine herzliche Unternehmenskultur und praktische Lösungen die nachhaltig wirken, weil sie von innen nach aussen wirken.

Ich möchte mit Ihnen die Inspiration und Freude teilen, die ich durch meine Lebensentwicklung erleben darf.

Das ist heute, doch wie hat alles angefangen? Nach meinem Abitur studierte ich ganz klassisch BWL. Ich hatte allerdings nicht das Gefühl, dadurch ultimativ glücklich zu werden. Nicht das ich bis dahin unglücklich gewesen wäre. Ich hatte eine glückliche Kindheit und auch eine schöne Zeit als Jugendlicher. Doch da waren des öfteren Momente, in denen ich das starke Bedürfnis hatte mich mit der "inneren Welt" und der Seele zu beschäftigen.

Als ich auf Bücher stieß, die über Meditation schrieben, erregte das meine Aufmerksamkeit. Ich war neugierig und versuchte es selbst. Mit mäßigem Erfolg muss ich sagen. Meine Suche war anfangs nicht anhaltend. Periodisch kehrte so eine Art „innere Sehnsucht“ wieder. Jetzt wuchs in mir das Bedürfnis einen Lehrer zu haben. Ich wollte aber nicht irgendeinen, sondern einen wahren Meister, von dem ich wirklich alles lernen könnte. Zu der Zeit dachte ich, man könne einen Meister ausschließlich in Indien finden. Und genau da wollte ich nicht hin. So etwas nennt man wohl ein Dilemma.

Zum Glück gab es ein Buch auf das ich aufmerksam wurde. Der Autor, ein Brite namens Reshad Field, schrieb in  „Ich ging den Weg des Derwisch“ über sein Leben und wie er zu seinem Meister gekommen ist. Er fand ihn in Schottland. Da erwachte in mir eine Hoffnung, wenn es Reshad Field gelungen ist, einen Meister in Europa zu finden, müsste es für mich doch auch möglich sein. Über dieses Buch bin ich mit weiterer Sufi Literatur in Berührung gekommen. Zur Erläuterung, Sufismus ist der mystische Teil des Islams und ist ein Weg des Herzens und der reinen Liebe zu Gott. Das hat mich außerordentlich fasziniert. Dann geschah eine Weile nichts.

Bei einem meiner Besuche in der Unibibliothek Köln fiel mir ein Poster für einen Vortrag über spirituelle Meister auf. Es sprach mich direkt an aber ich ging nicht hin. Nach ein paar weiteren Wochen entdeckte ich wieder ein einziges Poster, an einem Laternenpfahl. Diesmal war das Thema „Tod und Wiedergeburt“. Ich kam nach Hause und sagte zu meiner Frau: heute Abend müssen wir unbedingt auf diesen Vortrag gehen. Diesmal klappte es.

Der Vortrag wurde von einem Schüler Sri Chinmoys gehalten. Das was er sagte war gar nicht so wichtig für mich. Es war seine Ausstrahlung die mich faszinierte. Als ich dann am Ende des Vortrags noch ein Foto von Sri Chinmoy sah, hatte ich in meinem Herzen das Gefühl, jemanden zu treffen der mir sehr vertraut war.

Kurz darauf entschied ich mich Sri Chinmoy zu bitten, mich als Schüler anzunehmen. Dazu schrieb ich ihm einen Brief und legte ein Foto von mir dazu. Ich wurde angenommen und bin seither auf einer spannenden und erfüllenden Abenteuerreise, sowohl in der inneren als auch in der äußeren Welt.

In meinem beruflichen Leben habe ich sehr viele unterschiedliche Erfahrungen sammeln dürfen, die mir dabei helfen, meinen Traum zu leben. Ich coache Unternehmer, Führungskräfte und Mitarbeiter eine Unternehmenskultur zu leben, die auf Vertrauen und Respekt basiert.

Natürlich haben Unternehmen eine wirtschaftliche Aufgabe. Viel wichtiger für mich ist jedoch die Aufgabe, Menschen einen Rahmen zu geben, der ihnen hilft, persönlich wachsen zu können.

Durch die Meditation habe ich gelernt, wie wichtig es ist, Zeit für Wichtiges zu haben, und eine innere Freude zu kultivieren. Achtsamkeit und Meditation sind daher auch in Unternehmen ein Schlüssel zu ganzheitlichem und nachhaltigen Erfolg. Es ist mir ein tiefes Anliegen, einer Arbeit nachzugehen, die mit Sinn erfüllt ist und die meinem Verständnis von Spiritualität entspricht.